Lebensgemeinschaft

Lebensgemeinschaft

Die Lebensgemeinschaft ist ein Kleinheim mit zwölf Plätzen. Die Gruppe wird koedukativ geführt. Es bietet Kindern, die vorübergehend oder dauerhaft nicht bei ihren Eltern wohnen können, ein Zuhause auf Zeit. Die einzelnen Betreuungssettings werden, dem Bedarf entsprechend, definiert. Ein Betreuungssetting kann teilstationär oder stationär sein. In der Regel ist es ergänzend und unterstützend zu den Möglichkeiten des Familiensystems, selten ersetzend.

Die Aufnahme des Kindes erfolgt  im Säuglings- oder Kleinkindesalter. Die Dauer des Aufenthalts richtet sich nach individuellem Bedarf.

Die Eltern werden entsprechend ihren Möglichkeiten in den Betreuungsprozess einbezogen. Das Ziel ist die Beziehung zum Kind zu festigen und elterliche Fähigkeiten auszubauen.

Die Lebensgemeinschaft ist 24 Stunden an 365 Tagen geöffnet. Sie untersteht der Bewilligung und Aufsicht des Kantonalen Jugendamtes.

Methoden und Arbeitsweisen

Nachfolgend eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Methoden und Arbeitsweisen, derer sich die Mitarbeitenden der Lebensgemeinschaft innerhalb ihrer Arbeit bedienen:

Bewusste, strukturierte Tages- Wochen- und Jahresgestaltung, welche den Heranwachsenden vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung ermöglichen.

Vermitteln von Halt und Orientierung durch allgemeingültige und individuelle Regeln und tägliche Routinen. Dabei nehmen soziales Lernen und Lernen am Modell wichtige Rollen ein.

Ein Schlüsselpersonensystem stellt sicher, dass die Anliegen und Interessen des Einzelnen innerhalb und ausserhalb der Lebensgemeinschaft angemessen vertreten werden.

Naturnahe Freizeitgestaltung mit erlebnispädagogischer Ausrichtung, welche eigenständiges Entdecken und Forschen fördert und ermöglicht.

Durch systematisches Beobachten und Dokumentieren halten Mitarbeitende den Verlauf und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fest. Auf Basis einer sozialpädagogischen Diagnose planen sie Interventionen und führen diese durch. Die Methodik der Kompetenzorientierung stellt den Mitarbeitenden dabei viele Instrumente zur Verfügung.

Die bildbasierte Kommunikations-Methode MarteMeo knüpft an den Ressourcen und am Potential von Kindern, Eltern und Fachpersonen an. Das Ziel von MarteMeo ist, dass Ressourcen von Kindern, Eltern und Fachpersonen in Interaktionen untereinander bewusst genutzt werden können.

Die Systemisch-Integrative-Therapie ist ein Familienaktivierungsprogramm, welches das Zusammenleben von Familiensystemen fördert. Dabei werden Familienmitglieder durch Einzelgespräche, Musterarbeit, Livecoaching und Rollenspielen darin unterstützt, die Alltagsgestaltung mit den Kindern gelingend zu gestalten.

Pädagogisches Konzept

Leitbild